STADTKULTUR widmet sein diesjähriges landesweites Kunstfestival vom 12. April bis 30. Juni 2018 in 21 bayerischen Städten dem Thema Gesundheit. Eine Publikation mit allen Veranstaltungen sowie Texten zum Thema liegt vor. Der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zeigt sich beeindruckt von dem innovativen Programm.

 

Mit kunst&gesund wagt es das Städtenetzwerk zwei Bereiche zusammen zu denken, die traditionell nicht zueinander gehören, konstatiert Norbert Tessmer, Coburger Oberbürgermeister und Vorsitzender von STADTKULTUR. 21 Mitgliedsstädten ist es gelungen, die Herausforderung zu meistern und ein buntes Programm auf die Beine zu stellen. „Das landesweite Netzwerk STADTKULTUR hat mit diesem Festival ein Format mit spartenübergreifenden künstlerischen Programmen zum Thema Gesundheit entwickelt, das Kunst und Gesundheitsförderung auf ideale Weise verbindet“, schreibt Dr. Spaenle in seinem Grußwort.

Insgesamt werden 106 Veranstaltungen im Rahmen von kunst&gesund stattfinden, die Spannbreite reicht von Kunstausstellungen und einem Vortrag zu Joseph Beuys und die Medizin, über künstlerische Intervention zur Genesung öffentlicher Räume bis zu klingenden Röntgenstrahlen. Allen Beiträgen liegt die gleiche Intention zu Grunde: Die Frage nach der Gesundheit aus der Perspektive der Kunst zu stellen, also den Gesundheitsbegriff künstlerisch zu hinterfragen und die Bedeutung der Künste für die Gesundheit zum Thema zu machen. Was für ein Verständnis haben wir von Gesundheit und wodurch wird unsere Vorstellung von einem gesunden Leben geprägt? Welche Rolle spielen die Künste für die Gesundheit des Einzelnen und wie wichtig sind sie für die Lebensqualität und das Zusammenleben in unseren Städten.

„Die Bandbreite der künstlerischen Beiträge führt das Potenzial der künstlerischen Beschäftigung mit dem Thema Gesundheit vor. Mit diesem Projekt wollen wir eine breite gesellschaftliche Diskussion anstoßen und wünschen uns, dass es gesundheits- und kunstfördernde Wirkungen entfaltet.“, so Dr. Fuchs.

Resiliente Stadt, Butoh-Tanz und Literaturwettbewerb

„Für eine Stadtkultur der Resilienz!“ – Die einführende Tagung vom 3.3. bis 4.3.2018 in der Evangelischen Akademie Tutzing behandelt in ihrem kulturpolitischen Forum die Frage nach der gesunden Stadt und ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Krisen.
Der feierliche Festivalauftakt findet dann am 12.4.2018 im Bad Kissinger Regentenbau statt. Die Uraufführung des Auftragswerks „Wasser – Das sensible Chaos“ gestalten die japanische Choreographin und Performerin Minako Seki und der Komponist und Cellist Willem Schulz. Das Werk befasst sich musikalisch, tänzerisch und multimedial mit Wasser als Quelle des Lebens und der Heilung, aber auch mit der Notwendigkeit, die vielerorts bedrohte Ressource zu schützen.

Die Themen Gesundheit und Krankheit werden in zahlreichen Kunstausstellungen behandelt. Internationale Künstler*innen wie Daniel García Andújar, Cassils, Carsten Höller, Joachim Koester, Jeremy Shaw, Suzanne Treister und andere setzen sich beispielsweise mit Substanzen auseinander, die zur Heilung, Bewusstseinsver­än­de­­rung oder auch zur Selbstoptimierung eingesetzt werden. Unter dem Titel „Poesie statt Pillen“ hat die Literaturstiftung Bayern den Nachwuchswettbewerb „Literatur Update“ ausgeschrieben, dessen Preisträgerlesung am 17.4.2018 in Ingolstadt stattfindet.

Interview mit der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml

Das Programmbuch kunst&gesund versammelt nicht nur die Veranstaltungen in den einzelnen Kommunen und themenspezifische Stadtporträts, sondern vertieft außerdem in einführenden Texten einzelne Aspekte: In einem Interview nimmt die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml Stellung zur kulturellen Prägung unseres Gesundheitssystems. Der Kunsttherapeut und Künstler Prof. Peter Sinapius spricht in seinem Text zur „Kunst in sozialen Kontexten“ über sein ästhetisches Selbstverständnis. Der Beitrag von Klaus Mecherlein stellt den international beachteten euward-Kunstpreis für Malerei und Grafik im Kontext von geistiger Behinderung vor. In seinem Beitrag mit dem Titel „Stadtplanung – Entwicklung und Gestaltung gesunder Lebensräume“ plädiert der Architekt und Stadtplaner Siegfried Dengler für eine gesundheitsfördernde Stadtplanung der „Stadt von morgen“. Die Künstlerin Anja Schoeller hat einen Vorschlag für die Heilbehandlung einer Stadt entworfen, den sie in ihrem künstlerischen Insert „Urbane AKKUpunktur“ präsentiert.

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