Dokumentarfilmschule DOK.EDUCATION 2016

München, 6.5.2016 — 13.5.2016
© Neven Allgeier
Florian Geierstanger, Sarina Lacaf, Maya Reichert, Yvonne Rüchel-Aebersold, Isabella Willinger
DOK.education stellte den künstlerischen Dokumentarfilm in den Mittelpunkt und verstand sich als „Schule des Sehens“. In den 90-minütigen Workshops erarbeiteten die Schüler*innen gemeinsam mit den Medienpädagog*innen und den Regisseur*innen die jeweiligen filmsprachlichen Mittel des gezeigten Dokumentarfilms. Die Kinder und Jugendlichen konnten sich mit den ungefähr gleichaltrigen Protagonist*innen identifizieren und entwickelten eine Medienkompetenz, die sie auch im privaten Medienkonsum anwenden können. Neben der inhaltlichen Beschäftigung mit den Filmthemen erfuhren die Schüler*innen, wie Regieentscheidungen den Verlauf einer Erzählung prägen. Zur Vor- und Nachbereitung der Workshops erhielten die Lehrkräfte Begleitmaterial mit thematischen und filmsprachlichen Aufgabenstellungen. Der künstlerische Dokumentarfilm vermittelt mit seinen Geschichten aus der ganzen Welt die Zusammenhänge zwischen kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Perspektiven. Im Rahmen der Workshops standen drei Filme zur Auswahl: „Giovanni und das Wasserballett“ (für die Grundschule): Giovanni begeistert sich fürs Synchronschwimmen und will – als erster Junge überhaupt – an den Meisterschaften teilnehmen. Als einziger Junge ist er im Schwimmclub zwar ein Außenseiter, fühlt sich zwischen all den hübschen Mädchen aber auch äußerst wohl. Auf charmante Weise zeigt der Dokumentarfilm, wie wertvoll es ist, ungewöhnliche Wege zu gehen. „Lieber Leben“ (für die Unter- und Mittelstufe): Das Leben von Tobias hing die ersten vierzehn Jahre wegen eines schweren Herzfehlers am seidenen Faden, bis plötzlich nach jahrelangem Warten ein Spenderherz für ihn gefunden wird. Statt sich einfach nur zu freuen, hat Tobi nun Angst vor einem normalen Leben. Zu lange hat er sich an den bevorstehenden Tod gewöhnen müssen. Mit Energie und Sarkasmus, grenzenloser Liebe und gleichzeitiger Wut packt er es dennoch an – und nach einer Weile macht er sogar etwas, das früher undenkbar gewesen wäre: Zukunftspläne! „A girls day“ (für die Oberstufe): Die 19-jährige Yasmin wuchs ohne Familie auf. Kurz vor dem Schulabschluss stellt sie sich die existenziellen Fragen des Lebens. In eindrucksvollen Szenen schafft der Film die Momentaufnahme einer jungen Frau, deren engste Vertraute ihre selbstgeschriebenen Texte sind.
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