01.01.2021 – 31.12.2022

Der Deutsche Kulturrat veröffentlichte Anfang 2019 ein Positionspapier, in dem er sich mit der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung als kultureller Aufgabe befasste. Im November 2019 forderten Direktorinnen und Direktoren führender deutscher Kunstmuseen in einem offenen Brief an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Dr. Monika Grütters einen „Green New Deal“ für Museen. Der Berliner Gropius Bau eröffnete im August 2020 die Ausstellung „Down to Earth. Klima Kunst Diskurs unplugged“, die der Frage nachgeht, auf welche Art und Weise die Agenda einer klimapolitischen Wende das eigene „Betriebssystem“ tangiert.

Die Beschäftigung mit dem Klimawandel ist längst in allen Bereichen der Gesellschaft angekommen, aber gerade Kunst und Kultur spielen eine besonders wichtige Rolle in der Auseinandersetzung damit.
- Veränderungsprozesse: In der Kunst finden ständig neue, kreative Entwicklungen statt. Dieses Potenzial kann genutzt werden, um nach nachhaltigen Zukunftsmodellen und -perspektiven zu suchen.
- Vorbild: Die Kunst setzt Themen, entwickelt neue Narrative und kann durch kulturelle Bildung Erfahrungs- und Transformationsprozesse gestalten.
- Brückenbauer: Die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel findet auf vielen Ebenen statt. Die Kunst schafft Kommunikation für einen interdisziplinären Dialog.
- Gestalteter Lebensraum: Kunst und Kultur sind wesentlicher Faktor für die Gestaltung und das Erhalten unserer (gebauten) Umwelt und der Teilhabe daran.
- Kulturelle Institutionen: Die Beschäftigung mit dem CO2-Abdruck von Museen, Konzertsälen und Festivals ist Ausgangspunkt zu mehr Nachhaltigkeit in kulturellen Institutionen.
- Individuelle Ebene: Die künstlerische Betätigung und Rezeption von Kunst führen zu mehr Handlungskompetenz, Sinnhaftigkeit und Partizipation. Dadurch wird die Resilienz der Teilnehmenden gestärkt, welche gerade in Krisensituationen wie den sich verändernden klimatischen Bedingungen relevant sind.

Programme „Kultur und Klima“
Im Rahmen des Projektschwerpunkts „Kultur und Klima – den kulturellen Wandel gestalten“ sind Veranstaltungen in den Mitgliedsstädten von STADTKULTUR geplant, die diese Punkte in den Blick nehmen und sich auf künstlerischer Ebene damit beschäftigen.
Veranstaltungsformate sind Ausstellungen, Workshops, Labs, Performance Lectures, Lesungen, Konzerte, Installationen, Kunst am Bau, usw. (Konkrete Planungen siehe unten).
Der kulturelle Wandel wird nicht von oben gestaltet, der Themenschwerpunkt soll deshalb als ein offenes Format in einem partizipativen Prozess und im Dialog mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort stattfinden.



Schultheaterfestival „Kunstvollzug“ 2019, Ingolstadt © C. Fuchs
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